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Unbezahlte Überstunden bringen den Arbeitgebern auf den Kanaren 253 MIO € ein

Unbezahlte Überstunden bringen den Arbeitgebern auf den Kanaren 253 MIO € ein
Auf den Kanaren ist die "Ehrlichkei .

Kanarische Inseln - Laut einem Bericht der Gewerkschaft CCOO haben im Jahr 2018 die 5% der kanarischen Vollzeit-Arbeitnehmer, also 33.216 Personen Arbeitszeit über die vereinbarte Menge hinaus durchgeführt. Die Stunden wurden weder erfasst noch vergütet. Insgesamt haben sich Arbeitgeber so eine Summe von 253 Millionen Euro gespart, so die Gewerkschaft. Trotzdem gehören die Kanarischen Inseln wohl zu den drei Regionen in Spanien, in denen die Arbeitszeit in der Regel erfasst und bezahlt wird. Zusammen mit den Balearen (3% der Arbeitnehmer betroffen) und Extremadura (ebenfalls 5% betroffen) sei man in den TOP 3 der Ehrlichkeit der Arbeitgeber.

Damit liegt man hier auch unter dem Landesschnitt, denn in ganz Spanien haben laut Gewerkschaft 8% der Menschen Überstunden geleistet, ohne diese vergütet bekommen zu haben, das entspricht mehr als einer Million Arbeitnehmer. Am schlimmsten sei es wohl in Madrid gewesen, hier waren 11% der Arbeitnehmer betroffen. Valencia folgt mit 10% betroffener Arbeitnehmer und Galizien liegt mit 9% der betroffenen Arbeitnehmer auf Platz 3 des Rankings.

Mit den Zahlen errechnete die Gewerkschaft, dass sich die Unternehmen in Spanien 11,51 Milliarden Euro an Lohnkosten gespart haben. Da wirkt der Betrag von 253 Millionen Euro auf den Kanaren ja schon fast winzig, ist er auch, denn er entspricht lediglich 1,6% dieser Summe.

Im Schnitt arbeiteten die Menschen 10,5 Stunden länger (pro Woche) als es im Vertrag vereinbart war. Alles unbezahlt und nicht in Freizeit vergütet. Würde man alle Stunden auf neue Arbeitsplätze umrechnen würden in Spanien sage und schreibe 276.000 neue Vollzeit-Stellen geschaffen werden.

Die meisten Arbeitnehmer, die von den unbezahlten Überstunden betroffen waren, sind im Übrigen Männer (70%) gewesen. Der Dienstleistungssektor (74%) liegt klar an vorderster Stelle gefolgt von den technischen Berufen (42%). - TF

Nachricht vom 4.7.19 09:48

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