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Mehr als 36,5 Millionen Wahlberechtigte entscheiden heute über die Zukunft von Spanien - So funktionierts

Mehr als 36,5 Millionen Wahlberechtigte entscheiden heute über die Zukunft von Spanien - So funktionierts
Die Wahlen in Spanien werden auch i .

Spanien - Am heutigen 20. Dezember 2015 haben mehr als 36,5 Millionen Spanier die Möglichkeit über die Zukunft des Landes abzustimmen. Das sind etwa 700.000 Menschen mehr als bei der Wahl 2011. Etwa 1,8 Millionen Menschen leben im Ausland und sind wahlberechtigt. Auf den Kanarischen Inseln sind es knapp 1,7 Millionen Wahlberechtigte. Das Wahlsystem in Spanien ist etwas anders als in Deutschland, es wird das Repräsentantenhaus und ein Senat gewählt.

Im Repräsentantenhaus werden 350 Abgeordnete platz nehmen, diese Abgeordneten setzten sich nach Zahl der Bevölkerung in den einzelnen Wahlkreisen zusammen. Das Repräsentantenhaus in Spanien ist mit dem Bundestag vergleichbar. Ceuta und Melilla haben jeweils einen festen Sitz im Repräsentantenhaus, aus der Provinz Las Palmas kommen 8 Abgeordnete und aus der Provinz Santa Cruz de Tenerife kommen 7 Abgeordnete. Um in das Gesamtergebnis eingerechnet werden zu können braucht ein Kandidat mindesten 3% der Stimmen. Die Parteien stellen in jedem Wahlkreis eigene Kandidatenlisten auf. Die Wähler können nur für eine Liste stimmen, personalisierte Komponenten existieren nicht. Die Sitze werden innerhalb der Wahlkreise nach dem D’Hondt-Verfahren, das große Parteien begünstigt, auf die Listen verteilt (Art. 163 LOREG). Zudem existiert eine Sperrklausel in Höhe von 3 % auf Wahlkreisebene (Art. 163 Abs. 1a) LOREG), die allerdings nur in den beiden größten Wahlkreisen von Bedeutung ist – in den übrigen sind ohnehin mehr als 3 % der Stimmen erforderlich, um einen Sitz zu erhalten. Die Stimmen werden zwischen den Wahlkreisen nicht verrechnet, damit gehen die Stimmen verloren, die auf Parteien abgegeben werden, die im betreffenden Wahlkreis keinen Sitz erzielen konnten.

Der Senat setzt sind aus 261 Senatoren zusammen, der Senat ist eine Kammer der territorialen Repräsentation, also ähnlich wie der Bundesrat in Deutschland. Hier werden die Abgeordneten direkt gewählt und in den Senat geschickt, der Abgeordnete mit den meisten Stimmen bekommt den Sitz für die Region. Gran Canaria hat 3 Sitze, Teneriffa ebenfalls. Alle anderen Inseln der Kanaren bekommen jeweils einen Sitz im Senat zugeteilt. - TF

Nachricht vom 20.12.15 09:52

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